Chor Wirap

Zum Greifen nahe scheint der Berg Ararat! Majestätisch türmt er sich hinter dem Kloster Chor Wirap auf.

Die unüberschreitbare türkische Grenze trennt leider das Kloster von seinem Berg. Ende des 3. Jh. wurde Gregor der Erleuchter hier in eine tiefe Grube (Chor Wirap) geworfen, d. h. in eine Art Verlies, das diesem Kloster schliesslich den Namen gab. 

Bald schon wurde diese Grube, in der der Heilige dreizehn Jahre darbte, zur Pilgerstätte. Über dem heiligen Ort wurde zunächst eine einfache Kapelle errichtet und später eine Klosteranlage. Im 13. Jh. war sie ein bedeutendes religiöses und kulturelles Zentrum. Das Kloster besass ein Skriptorium, in dem man mehr als zehn Manuskripte fand, die heute im Handschriftenmuseum Matenadaran aufbewahrt werden.