Odzaberd

Odzaberd, die „Schlangenfestung” oder „die Festung der Fürsten”, befindet sich in der Provinz Geghargunik, am südöstlichen Ufer des Sewansees. 

Die Anlage liess der urartäische König Rusa I (735 - 713 v. Chr.) bauen. In urartäischer Zeit, als der Wasserspiegel des Sewansees beträchtlich höher war, soll sich die Siedlung auf einer Insel befunden haben, die später von Lavaströmen zerstört worden ist. Im Ruinenfeld sind noch Reste der Mauer und eines Tores sichtbar.

In die Felswand eingraviert findet sich eine Keilinschrift von König Rusa. Ihr kann man entnehmen, dass die Festung dem Sturm- und Donnergott Teischeba geweiht worden war und dass Rusa I 23 Völker unterworfen haben soll.

Odzaberd gilt als die besterhaltene urartäische Festung in der Sewansenke und ist heute eine wichtige archäologische Ausgrabungsstätte.