Geghard

Das Felsenkloster Geghard ist ein Wahrzeichen der armenischen mittelalterlichen Architektur. Es ist ausserordentlich gut erhalten und steht am Eingang des Azat-Tales, am Fuss einer in wilder Schönheit aufragender Felstrümmerwand.

Nach der Überlieferung ist Gregor der Erleuchter der Gründer des ursprünglichen, im 10. Jh. zerstören Klosters.

Der Wiederaufbau des Klosters wurde im 13. Jh. begonnen. Es erhielt den Namen „Heilige Lanze (Surb Geghard), da das Kloster eine der im Mittelalter verehrten Lanzen aufbewahrte, die man mit jener des römischen Soldaten Longinus gleichsetzte, welche einst die Seite Christi durchbohrt hatte. Die Geghard-Reliquie befindet sich heute im Museum der Kathedrale Etschmiadzin. Eine andere – die wohl berühmteste – gehört zu den Reichskleinodien der römisch-deutschen Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und befindet sich heute in der Schatzkammer der Wiener Hofburg.