Hripsime Kirche

Die Geschichte der Heiligen Hripsime wird gewöhnlich als entscheidende Episode in der Christianisierung Armeniens präsentiert. Hripsime soll die Enkelin oder Nichte der Gattin des römischen Kaisers Claudius gewesen sein.

Die Legende erzählt, dass sie im römischen Frauenkonvent der Gaiane erzogen wurde, dann mit 70 weiteren Nonnen aus diesem Kloster geflüchtet sei, weil Kaiser Diokletian sie wegen ihrer Schönheit zur Frau haben wollte.

Sie fand schliesslich Zuflucht in Armenien. Und auch der armenische König Tiridates versuchte nun vergeblich, Hripsime zu seiner Frau zu machen. Da sie ihn absagte, erlitt sie gemeinsam mit ihren Gefährtinnen das Martyrium.

Kurz darauf bat der heilige Gregor, der gerufen wurde um den in ein Wildschwein verwandelten Herrscher zu pflegen, den König, er möge den Leichen der Heiligen ein kirchliches Begräbnis gewähren. Als Tiridates geheilt wurde, bekehrte er sich zum Christentum und das ganze Land mit ihm.

Die Kirche der Heiligen Hripsime (datiert 618) wurde wie die Kathedrale St. Etschmiadsin im 17. Jh. restauriert. Dabei behielt sie aber weitgehend ihr ursprüngliches Aussehen.