Arutsch

Arutsch ist ein Dorf in der nordarmenischen Provinz Aragazotn, auf der weiten Ebene des Ararat Tales. Seine Blütezeit erlebte Arutsch während der Herrschaft des Prinzen Grigor Mamikonian (661 - 685): damals war es administratives und militärisches Zentrum Armeniens.

Aus dieser Zeit stammen auch die bedeutendsten Bauwerke von Arutsch: die Kathedrale des Heiligen Gregor und der Fürstenpalast. Sie gehören überdies zu den bekanntesten Wahrzeichen der frühmittelalterlichen armenischen Architektur.

Vom 9. bis zu Beginn des 13. Jh. erfuhr Arutsch einen zweiten wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung. Ermöglicht wurde er durch die günstige Lage der Stadt an der Handelsstrasse, die von Täbris (Iran) über die Araratebene und das Hochland von Schirak bis zum Schwarzen Meer führte. Erst der Mongoleneinfall sollte dieser Blütezeit ein jähes Ende bereiten.